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KIDS Es gehörte von Anfang an zum Konzept des Kiaragana Kinderheims, dass vor der Aufnahme eines Kindes umfassende und sorgfältige Recherchen zu den Lebensumständen des Kindes, seiner Herkunft, seinem Schicksal und seinen Verwandten durchgeführt wird. Das ist eine aus mehreren Gründen sehr wichtige und unbedingt notwendige Aufgabe.
Diese Recherchenaufgabe wird bei uns von den Center-Managern wahrgenommen und erfordert menschliches Feingefühl, die Kenntnis unterschiedlicher Dialekte, das Vertrauen der jeweiligen Nachbarn, einen geschulten Blick zur realen Bewertung der jeweiligen Lebenssituationen, viel Geduld und Ausdauer sowie auch und vor allem viel Zeit. Die Non Governmental Organization (NGO) KICOSHEP, die sich um AIDS-Waisen im größten Slum von Nairobi (Kibera) kümmert, sieht diese Aufgabe ebenfalls als wichtig und notwendig an und hat dafür ausgebildete und speziell geschulte Sozialarbeiter eingestellt. Es ist uns klar, dass diese Rechercheergebnisse sehr private Informationen über die Kinder enthalten, die zu den internen Unterlagen des Kinderheims gehören und keineswegs im Detail veröffentlicht werden sollten. Wir haben darüber ausführlich diskutiert und wollen keine sensationslüsterne, vordergründig Mitleid- bzw. Spenden-erheischende Darstellung unserer Kinder oder ihrer vorherigen Lebensbedingungen. Andererseits ist für einen Verein der Vororthilfe der Kontakt zwischen ehrenamtlich tätigen Freiwilligen bzw. Spendern auf der einen Seite und den von ihnen unterstützten Kindern andererseits unbedingt notwendig. Deutsche Spender oder Freiwillige können sich in der Regel nicht vorstellen, unter welchen konkreten Bedingungen von Armut, Elend, Not und Verwahrlosung die kenianischen Kinder vor ihrem Aufenthalt im Kinderheim gelebt haben und welche Traumatisierungen sie schon als Kleinkinder erfahren mußten. Deutsche Freiwillige, die ehrenamtlich vor Ort tätig sein wollen, müssen unbedingt die Kinder und deren Schicksal kennen, um ihr Verhalten danach ausrichten zu können. Ansonsten erscheint eine effektive Einordnung in die Betreuung nicht möglich und sie könnten, obwohl gutgemeint, mehr Schaden als Nutzen anrichten. Spender und Freiwillige sind erst bei Kenntnis der Ausgangssituation in der Lage, die bisher erreichten Leistungen unseres Kinderheimes, die sich in einer ganz erstaunlichen Entwicklung der Kinder manifestieren, realistisch einzuschätzen. In die folgenden Beschreibungen der Kinder wurden daher nur einige ausgewählte private Informationen aufgenommen, die unter den 3 zuletztgenannten Aspekten für relevant erachtet wurden. |
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© KIDS.KENIA e.V. | Vororthilfe für Kinder im Embu Distrikt/Kenia
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