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HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN... × Was für Kinder sind im Kinderheim (center)? × Wofür wird am nötigsten Geld gebraucht? × Wer betreibt das Kinderheim? × Wer kümmert sich vor Ort um die Kinder? × Wie ist das Schulsystem in Kenia aufgebaut? × Was sind die größten Probleme Vorort? Was für Kinder sind im Kinderheim (center)? × Es sind zweifellos die ärmsten Kinder des Embu-Distrikts, die ansonsten nur wenig Überlebenschancen und keinerlei Hoffnung hätten, einmal aus der Armutsspirale ausbrechen zu können. Eine schulische Ausbildung bliebe ihnen mit großer Sicherheit völlig versperrt. Es handelt sich zumeist um Waisen- oder um Straßenkinder, die kein Obdach und keine familiäre Geborgenheit haben und sich die Nahrung auf der Straße erbetteln mussten. Es kann aber auch sein, dass diese Kinder zwar noch Verwandte besitzen, die aber außerstande sind, die Grundbedürfnisse der Kinder abzusichern. » nach oben Wofür wird am nötigsten Geld gebraucht? × Nahrung: Dürren und Unwetter lassen die Preise für Grundnahrungsmittel (Mais und Bohnen) stark schwanken. Bildung: Schulausbildung, d.h. Schuluniformen, Schulgebühren, Bücher und Lernmittel Feuerholz: Feuerholz ist der Energiespender Nr. 1 in Afrika. Da das Center keinen Strom- und Wasseranschluss hat läuft ohne Feuerholz gar nichts. Nahezu alle Bäume in Kenia sind in Privatbesitz und sehr teuer. » nach oben Wer betreibt das Kinderheim? × Das Kinderheim wird von 3 Vereinen betrieben und finanziert, einem kenianischen (CREDO) und zwei deutschen (I SEE Marburg und Vororthilfe KIDS Kenia, Lübeck. » nach oben Wer kümmert sich vor Ort um die Kinder? × Seit dem 1.Januar 2001 sind im Kinderheim 5 ehemalige kenianische Freiwillige fest angestellt, 2 Männer als Center-Manager, zwei Frauen als Center-Mütter sowie ein Nachtwächter. Die Manager und die Mummies fungieren als wichtige Bezugspersonen für die große Centerfamilie. Die Männer und die Frauen machen ansonsten das, was Väter und Mütter auch in einer deutschen Großfamilie zu erledigen hätten. Die Mütter beispielsweise das Zubereiten der Mahlzeiten, den Abwasch, das Abkochen des Flußwassers, die Säuberung und Instandhaltung der Bekleidung, das Achten auf die Einhaltung der Hygiene bei den Kindern und auf Ordnung in den Räumen, die Einbeziehung der Kinder in häusliche Aufgaben, das Haareschneiden, die Versorgung der Tiere, die Beschäftigung mit den einzelnen Kindern.... Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es im Kinderheim weder einen Wasser- noch einen Stromanschluss gibt. Damit entfallen alle im deutschen Haushalt üblichen elektrischen Haushaltshelfer und das Wasser muss über weite Strecken geschleppt werden. Die Männer erledigen handwerkliche Aufgaben, helfen auch bei der Shamba-Bestellung und Ernte, erledigen den Einkauf in Runyenjes und den Transport der Nahrungsmittel auf dem Fahrrad nach Kiaragana, kaufen Feuerholz, sägen, hacken es.... Der Feuerholzbedarf ist bei einer so großen Familie, wo auch noch das Trinkwasser aus hygienischen Gründen unbedingt abzukochen ist, groß. Die Anstellung eines Nachtwächters ist aus Sicherheitsgründen in Kenia notwendig und üblich. » nach oben Wie ist das Schulsystem in Kenia aufgebaut? × In Kenia besteht keine Schulpflicht! Von 1997 bis 2004 (unter der Regierung von Arab Moi) musste für jeden Schulbesuch Schulgeld entrichtet, eine Schuluniform angeschafft und die Lehrmittel bezahlt werden. Kindern aus Familien, die das nicht aufbringen konnten, war eine Schulausbildung nicht möglich. Es konnte auch sein, dass lediglich ein Kind einer großen Familie ausgewählt wurde (dann in der Regel ein Junge), der zur Schule gehen durfte. Reichte das Geld im Folgejahr für den Schulbesuch nicht aus, so musste ausgesetzt werden. Seit 2004 hat sich die Situation unter der Regierung von Kibaki insofern verbessert, dass für die Schulerziehung bis zur 8. Klasse kein Schulgeld zu zahlen ist, die Kosten für Uniform und Lernmittel müssen dennoch von den Eltern übernommen werden.
Die Secondary School ist gebührenpflichtig und ist somit nur wenigen vorbehalten. Der Abschluss der Secondary School ist vergleichbar mit dem Abitur in Deutschland. Je nach Geld und sozialer Stellung werden die Kinder normalerweise mit 4 Jahren eingeschult, aber auch das ist nicht fest geregelt. Daher sind große Altersunterschiede innerhalb der Klassen keine Seltenheit. Viele Familien in Kenia sind trotz alledem nicht in der Lage ihre Kinder in die Schule zu schicken, da ihre Arbeitskraft gebraucht wird, um die Grundbedürfnisse der Familie täglich zu sichern. » nach oben Was sind die größten Probleme Vorort? × Das größte Problem sind die ständig schwankenden und stetig ansteigenden Nahrungsmittelpreise. Die Schwankungen werden durch Dürren und Unwetter hervorgerufen. Da der größte Teil der kenianischen Nahrungsmittel in der Mount Kenia Region angebaut wird, wirken sich Unwetter und Dürren gnadenlos auf die Nahrungsmittelpreise aus. In diesem Falle kann es durchaus vorkommen, dass sich der Preis für Bohnen binnen 2 Monate verdreifacht. Viele Menschen sind deshalb gezwungen ihre Grundnahrungsmittel selbst anzubauen. » nach oben |
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